Samstag, 21. November 2009

Träume

Bei einem meiner Ausflüge ins WWW, habe ich das folgende Kindergedicht gefunden, welches ich ganz bezaubernd finde und welches, durchaus auch in meinen Träumen seinen Ursprung hätte finden können.DSC061561


Ich träume mir ein Land,
da wachsen tausend Bäume,
da gibt es Blumen, Wiesen, Sand
und keine engen Räume.
Und Nachbarn gibt's, die freundlich sind,
und alle haben Kinder,
genauso wild wie du und ich,
nicht mehr und auch nicht minder.

Ich träume mir ein Land,
da wachsen tausend Hecken,
da gibt es Felsen, Büsche, Strand
und kleine, dunkle Ecken.
Und Nachbarn gibt's', die lustig sind,
und alle feiern Feste,
genauso schön wie deins und meins,
und keines ist das Beste.

Ich träume mir ein Land,
da wachsen tausend Bilder,
da gibt es Rot und Grün am Rand
und viele bunte Schilder.
Und Nachbarn gibt's, die langsam sind,
und alles dauert lange,
genauso wie bei dir und mir,
und keinem wird dort bange.

(Erika Krause-Gebauer)

Freitag, 20. November 2009

Rainer Maria Rilke & Kaffee

.... Der Löffel ruht im einsamen Gestade,

Der Kaffee raucht, sein Dunst durchbricht den Blick.

Die stille Glut gibt Trost mir fade

Allein die Milch verspricht ein kurzes Glück....



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Cafe Traxlmayer in Linz

Gesucht: Weihnachtsstimmung

Im vergangenen Jahr, war es das erste Mal, daß ich niemandem zu Weihnachten ein Billett geschrieben und die Wohnung nicht weihnachtlich dekoriert, sondern lediglich zwei Tage vor dem Fest einen Christbaum gekauft, geschmückt und die Kerzen am 24. Dezember angezündet habe.
Auch den Kauf von Weihnachtsgeschenken, eher lustlos erledigt, empfand ich nur als eine Art Pflichtübung.

Ich dachte, daß wäre eine einmalige Sitation gewesen, die ich auf Grund meiner damaligen, ziemlich betrübten Grundstimmung, so erfahren mußte.
Gestern, am späten Nachmittag, als ich mit dem Auto unterwegs war, sah ich in einer Wohnsiedlung, die ersten, mit Leuchtfiguren geschmückten Fenster - und - in mir kam ein Gefühl des Widerstandes auf - ein NEIN zum Weihnachtsrummel in den eigenen vier Wänden.
Keine Lichtersterne an den Fenstern, keine Girlande am Balkongeländer, keinen weihnachtlichen Türkranz - alles erscheint mir schon wieder entsetzlich kitschig.
Ob es nun die Tatsache ist, daß wir bereits seit Oktober mit dem Thema Weihnachten *geplagt* werden, oder meine persönliche Einstellung eine derartige Wendung genommen hat, ich weiß es nicht.
Bis zum ersten Adventsonntag ist es ja noch eine gute Woche - mal sehen, ob mich ein Adventkranz noch in die *stillste Zeit des Jahres* (welch ein Hohn) führen kann.

Bin ich allein mit meinem Dilemma, oder in guter schlechter Gesellschaft?

Donnerstag, 19. November 2009

Die Uhr

zeit_dali




Ich kaufe eine Uhr, die mehr Stunden zählt, als der Tag hat.
Eine Uhr ohne Mitternacht, die mir mit Schlaflosigkeit droht.
Eine Uhr, die gleichermaßen für Wünsche wie für Pflichten reicht.
Eine Uhr mit Zeit für Muttersein, Haushalt, Garten, Mann,
Poesie, Romanen, Tagebuch, elektronischer Korrespondenz.
Verzweifelt suche ich nach einem solchen Artefakt.
Sollte es einer finden, ich werde ihn gut entlohnen.
Und ich verspreche, nicht zu fragen in welchem
finsteren Beduinenzelt oder Museum er es fand.



(Gioconda Belli)
Feuer bin ich in der Ferne


Bild: Salvador Dali *Die zerrinnende Zeit*


Wer hätte solch einen Wunsch nicht? Wem ist der Tag manchesmal nicht auch zu kurz?
Wie oft möchten wir gewisse Stunden verlängert wissen?

Spiegelungen

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Kuppel der Synagoge in Graz

Die Geschichte ist nicht unparteiisch wie der Spiegel,
der nur den Gegenstand selbst zurückstrahlt;
sie ist unparteiisch wie der Richter,
der sieht, hört und seinen Spruch erläßt.


(Alphonse de Lamartine)

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Albertina Wien

Wer philosophiert, gleicht einem Spiegel,
der Gegenstände reflektiert, die er nicht sehen kann,
und ähnelt einer Höhle, welche die Stimmen,
die sie nicht zu hören vermag, als Echo zurückwirft.


(Khalil Gibran)

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Lentos Museum in Linz

Spiegel unserer Lebenswelt im allgemeinen ist der Straßenverkehr.
Hier finden wir den technisierten Urwald.
Das Auto ist hochmodern, der Fahrer urprimitiv.
Ein sehr deprimierender Sachverhalt für optimistische Evolutionisten.


(© Dr. Sigbert Latzel,)

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Linz Hauptplatz

Plötzlich ist der Spiegel meines Lebens
in kleine Splitter zersprungen
und beim Versuch, sie wieder zusammenzusetzen,
entsteht nur ein verzerrtes Bild.


(Janine Weger)

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Haas-Haus Wien, Architekt Hans Hollein

Kann ein Spiegel etwas aussagen über den,
der ihn geschaffen?


(Carl Ludwig Schleich,)

Mittwoch, 18. November 2009

Heiteres am Abend

DENKMAL

Für mich ist Denkmal ein lebenslanger Imperativ,
der aus zwei Wörtern besteht.

(Fritz Grünbaum)

FETISCHISMUS


Es gibt kein unglücklicheres Wesen unter der Sonne
als einen Fetischisten, der sich nach einem Frauenschuh
sehnt und mit einem ganzen Weib
vorlieb nehmen muß.


(Karl Kraus)

KAFFEEHAUSLITERAT


Was ist ein Kaffeehausliterat?
Ein Mensch, der Zeit hat,
im Kaffeehaus über das nachzudenken,
was die anderen draußen nicht erleben.


(Anton Kuh)

AUGENBLICK


Auch eine stehengebliebene Uhr kann
noch zweimal am Tag die richtige Zeit anzeigen;
es kommt nur darauf an, daß man im richtigen
Augenblick hinschaut.


(Alfred Polgar)

ZUFRIEDENHEIT

Auf seinen Lorbeeren auszuruhen
ist so gefährlich, wie auf einer
Schneewanderung ausruhen.
Du nickst ein und stirbst im Schlaf.


(Ludwig Wittgenstein)

Erkenne dich selbst

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Was nützt es dir, wenn du die ganze Welt gewinnstDSC040011
und einzig dich verlierst?
Denn wärest du auch weise, so würde es dir doch
an Weisheit fehlen, solange du über dich selbst
nicht Bescheid weißt.
Wie viel dir wohl fehlte?
Nach meinem Empfinden alles.
Du könntest alle Geheimnisse kennen,
du könntest die Weite der Erde kennen,
die Höhen des Himmels, die Tiefen des Meeres:
Wenn du dich selbst nicht kennst
glichest du jemandem, der ohne Fundament
eine Ruine statt eines Gebäudes errichtete.
Alles, was du außerhalb deiner selbst aufrichtest,
wird wie ein Staubhaufen sein,
der dem Wind preisgegeben ist.
Keiner ist also weise, der nicht über sich selbst
Bescheid weiß.
Ein Weiser wird in Weisheit über sich selbst Bescheid wissen
und trinkt als erster aus dem Quell seiner eigenen Wassergrube.


(Bernhard von Clairvaux)

Dienstag, 17. November 2009

Abendgedanken

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Alles Behagen am Leben ist auf eine
regelmäßige Wiederkehr der äußeren
Dinge gegründet.
Der Wechsel von Tag und Nacht,
der Jahreszeiten, der Blüten und Früchte,
und was uns sonst von Epoche zu Epoche
entgegentritt, damit wir es genießen können
und sollen, diese sind die eigentlichen Triebfedern
des irdischen Lebens.
Je offener wir für diese Genüsse sind,
desto glücklicher fühlen wir uns.


(Johann Wolfgang von Goethe)


Der gute Geheimrat hatte ja nicht in Allem recht, aber diese Zeilen kann ich z.B., bejahen. Wie genieße ich doch den Wechsel der Jahreszeiten, auch den nebeligen, kalten November. Wie sehr freue ich mich auf die ersten Blumen im Frühling, das erste *heimische* Obst, die lauen Sommerabende. Alles was die Natur bietet, trägt dazu bei, unser Leben vielfältiger, ereignisreicher zu machen. Schätzen wir es immer?

Ver.logen.e Schön.heit

ist der Titel eines Buches, das Schönheitschirurg Wer.ner M. geschrieben hat.
Anläßlich der Buchpräsentation, gab er einem Österr. Frauen und Lifestylemagazin (Wo.man) ein Interview.
Er hat in seinem Buch, die Auswüchse der eigenen Branche angeprangert: " Wenn man es übertreibt, ist es ein Fluch!"
Er spricht von künstlichen Schwanenhälsen, Tellerlippen und Wespentaillen, die durch Rippen-Entnahmen [!] entstehen.
In seiner Praxis gab es 14 jährige, die Brustimplantate wollten, oder einen neuen Po.
Beim Thema Fettabsaugung, weigert er sich, diese Operationen an Jugendlichen ( vor dem 18. Lebensjahr ) durchzuführen,
außer das psychologische Wohl steht im Vordergrund ( Schulabbruch, keine Freunde etc. ab 16 Jahren)

Er plädiert dafür, daß Beauty-OPs an Jugendlichen strafbar sein sollten.

In seiner Klinik gibt es eine Warteliste von 1.000 (in Worten - eintausend) Menschen auf ein Jahr im Voraus!!!
Seine Schönheits-Klinik, ist aber nur EINE, unter Vielen!

In welcher Welt leben wir?
Wie beliebig ist eine Schönheits-Operation - gerade an Jugendlichen - ( außer nach einem Verkehrsunfall oder einer Brandverletzung) geworden?

Wie war das doch noch mit dem Geld?................

Montag, 16. November 2009

Der Wohlfühl-Montag

Heute ist ein Thermenbesuch angesagt, *chillen* im Tropengarten, Verwöhnprogramm, Whirlpool, gemütlich Essen, Lesen und das den ganzen lieben Tag lang. ;-)

Die Kamera bleibt zu Hause, denn hier

http://elisabetta1.twoday.net/stories/5333843/

und hier

http://elisabetta1.twoday.net/stories/5333813/

könnte man die Bilder vom vergangenen Jahr betrachten, so meine geschätzten Besucher, wollten.
Liebe Grüße Elisabetta

Sonntag, 15. November 2009

Genau betrachtet...

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Chephrenpyramide und Sphinx (Foto: en:User:Hajor)


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Mir hat es immer am Menschen gefallen, daß er, der Louvres, ewige Pyramiden und Peterskirchen selbst verfertigt, mit Entzücken eine Bienenzelle oder ein Schneckenhaus betrachten kann.


Georg Christoph Lichtenberg, (1742 - 1799), deutscher Physiker und Meister des Aphorismus


Wahrscheinlich bewundert der Mensch diese Dinge der Natur, gerade deshalb, weil sie ohne sein Zutun entstanden sind,
in einer Vollkommenheit, die er selbst nie erreicht.

Emil Krebs - Sinologe

Durch puren Zufall - (Zufälle gibt es die?) - habe ich heute bei Wikipedia eine Entdeckung gemacht.
Emil Krebs, geboren am 15. November 1867 war ein Sprachgenie!
Der Mann hat 68 Sprachen in Wort und Schrift beherrscht und sich mit 111 Sprachen (ohne Dialekte) befasst.

Er besuchte das Gymnasium in Schweidnitz, auf dessen Lehrplan Latein, Französisch, Hebräisch und klassisches Griechisch standen. Schon als Schüler beschäftigte er sich zusätzlich mit Neu-Griechisch, Englisch, Italienisch, Spanisch, Russisch, Polnisch, Arabisch und Türkisch. Als er das Gymnasium verließ, sprach er bereits 12 - in Worten - zwölf Sprachen
Neben dem Studium der Rechtswissenschaft, erlernte er innerhalb von zwei Jahren die Chinesische Sprache so gut, daß er die Feinheiten des Fachs meisterte, wie sie nur gebildeten Einheimischen geläufig sind.
Zwischen 1893 und 1917, war Krebs als Dolmetscher in China tätig und erlangte dort großes Ansehen. Sogar chinesische Autoritäten zogen ihn, in grammatikalischen Fragen ihrer eigenen Sprache, zu Rate. Sie wussten, dass Emil Krebs eine erstklassige Kapazität als chinesischer Sprachkenner war.

Aus den umfangreichen Aufzeichnungen (3.500 Bände Privatbibliothek) ergab sich, daß Krebs folgende Sprachen in Wort und Schrift beherrschte:
Ägyptisch, Albanisch, Arabisch, Armenisch, Birmanisch, Chinesisch, Georgisch, Hebräisch, Japanisch, Javanisch, Koreanisch, Lateinisch, Mandschurisch, Mongolisch, Persisch, Russisch, Sanskrit, Syrisch, Tibetisch, Türkisch und Urdu. Des Weiteren lernte er über Englisch noch Afghanisch, Birmanisch, Gujarati, Hindi, Irisch, Singhalesisch und Portugiesisch, über Russisch die Sprachen Burjätisch, Finnisch, Tatarisch, Ukrainisch, das schwierige Baskisch erarbeitete er ausschließlich über Spanisch, dabei befasste er sich gleichzeitig mit den Dialekten Guipuzkoa, Bizkaya, Laburdi und Zubero. Als „Zweitsprache“ neben Deutsch verwendete Krebs zum Erlernen und Vertiefen einer neuen Sprache vorwiegend Englisch, Französisch, Russisch, Chinesisch, Griechisch, Italienisch, Türkisch, Latein, Spanisch und Arabisch. Auch das „Neue Testament“ in 61 verschiedenen Sprachen spielte eine nicht unbedeutende Rolle.

Ich habe keine Ahnung, wie bekannt dieser Mann bei den Menschen in Deutschland heute noch ist und natürlich gibt es auch noch viele andere, polyglotte Menschen, aber das Schicksal des Emil Krebs hat mich fasziniert.
Nach dem Tode von Krebs wurde sein, bei der Autopsie entnommenes Gehirn, einer mikroskopischen Untersuchung unterzogen und festgestellt, daß das *Broca-Zentrum*, das für die Sprachproduktion eine wichte Rolle spielt, bei ihm speziell ausgebildet war.

Samstag, 14. November 2009

Abendgedanken

DSC088531

Warum genügt es uns nicht,
wenn das Leben sich ruhevoll in einem tiefen See spiegelt?
Das Mittelalter war reicher an solchen Naturen als unsere Zeit.
Wie selten trifft man noch auf einen,
der so recht froh und friedlich mit sich auch im Gedränge fortleben kann,
zu sich redend wie Goethe: "Das Beste ist die tiefe Stille,
in der ich gegen die Welt lebe und wachse und gewinne,
was sie mir mit Feuer und Schwert nicht nehmen können."

(Friedrich Nietzsche)

Kunterbuntes_aus_der_Fotokiste

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Käfighaltung? ;-)

DSC086931
Ficus *spitzenmäßig*

DSC08824-1
nicht alle Bäume wachsen in den Himmel

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auch noch Kopf_los?

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Katzentüre?

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thats why the lady is a tramp

DSC07430
Auf- oder Abgestellt?

DSC07849
Sinfonie in Ocker & Blau

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K & K *gute alte* Zeit

DSC08687
Nostalgie

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David & Goliath

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Erinnerung an den Sommer

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Zuletzt aktualisiert: 21. Nov, 11:06

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